Im November 1909 wurde erstmals in Spornitz der Turnverein "Frisch auf" gegründet, der Vorstand der von den Spornitzer Bürgern gewählt wurde, bestand aus 10 Mitgliedern, die den Verein gründeten. Der Vorstandsvorsitzender war in der damaligen Zeit August Friedenreich. Die übrigen Mitglieder hießen: Wilhelm Wedemeyer, Wilhelm Schröder, Karl Hinrichs, Paul Korupp, Willhelm Plückhahn, Klix, Bierstädt, Deters und Karl Struck.

In den zwanziger Jahren kam ein weiterer Sportverein "Arbeiterradfahren Solidarität" dazu.

 

Seit der Vereinsgründung veranstaltete der Spornitzer Turnverein regelmäßige Turniere, wo auch hervorragende Ergebnisse erzielt wurden, wie im März 1929 beim Spornitzer Werbeabend, wo die Turnerinnen mit ihren Leistungen sehr überzeugten. In den folgenden Jahren wurde weiter geturnt und auch hervorragende Ergebnisse in verschiedenen Städten und Dörfern erzielt. Außer dem Turnen und dem Radfahren bildeten sich noch Leichtathletik-, Handball-, Faustball- und Schwimmvereine heraus.

 

Da es in Spornitz keine Gelegenheit zum Baden gab und man erst nach Neustadt Glewe zum See oder nach Garwitz zum Kanal fahren musste, beschloss man 1929 eine Badeanstalt zu bauen, die von den Spornitzer Bürgern freiwillig mit Spitzhacke und Spaten ausgehoben wurde. 1931 war es soweit: nach zwei Jahren Bauzeit, wurde die neue Badeanstalt mit den Schwimmvereinen aus Parchim, Neustadt-Glewe, Grabow, und noch Amateurschwimmer aus Spornitz eingeweiht. Ab sofort ging es in der Zeit von 1939-1945 rapide bergab, viele Sportler mussten in den 2-Weltkrieg, und es kehrten leider nicht mehr viele zurück.

 

Ein schwieriger Neuanfang, viele Geräte waren kaputt und zerstört, doch schon im Herbst 1945 bildete sich eine neue Jugendgruppe, auch eine eigene Kapelle gründeten die Spornitzer wieder.

 

1948 erfolgte die Gründung der Sportgemeinschaft (SG) Spornitz, Werner Poel wurde zum Vorsitzenden gewählt. Der Sport wurde nun organisierter betrieben. In der SG Spornitz wurde Turnen die stärkste Sektion, mehrmals wird in der Woche unter der Leitung von Otto Lüth, der gleichzeitig der Sektionsleiter ist, im Saal der Gastwirtschaft geturnt. Höhepunkte sind die Wettkämpfe für Männer, Frauen und dem zahlreichen Nachwuchs in den Sportwerbeabendende in Spornitz und auswärts. Eine neue Sportart kam nach Spornitz: Tischtennis mit dem Übungsleiter Hans Esch. Die ersten Erfolge im Tischtennis zeigten sich bei den Kreismeisterschaften im März 1954 in Parchim, denn Dieter Thiede kam bei starker Konkurrenz aus zehn Schulen unter die letzten acht, und Hildegard Kohnke wurde im Einzel und Doppel zusammen mit Brigitte Sellenies Kreismeister.

 

Ab 1954 entstand der Vereinsname BSG Traktor Spornitz. Die Hauptsorge in dieser Zeit war das Spornitzer Schwimmbad, das nicht mehr benutzbar war, weil die Holzwände morsch und zerfallen waren. Die Lehrer und die Sportler ergriffen die Initiative zum Aufbau einer neuen Badeanstalt. Am 30.3.54 beschloss die Gemeindevertretung den Neubau der Badeanstalt.

 

Der erste Spatenstich zum Neubau der Badeanstalt erfolgte am 16 Mai 1954: 21 Sportler machten sich an die Arbeit die alten morschen Holzwände herauszureißen, und neue zu setzen. Das Schwimmbad war 75 m lang und 12,5 m breit, es bestand aus einem Nichtschwimmerbecken und aus einem 3 m tiefen Schwimmerbecken. In den folgenden Jahren wurden Umkleideräume, Toiletten, ein 3m Sprungturm, eine Rutschbahn und eine Terrasse errichtet.

 

Am 5.9.1954 erlebte Spornitz sein erstes großes Schwimmfest, an dem 70 Sportler und Sportlerinnen teilnahmen. Rund 700 Zuschauer, eine Rekordzahl, erfreuten sich an den Schwimmwettbewerben, am Kunstspringen, an humoristischen Darbietungen und an einem Wasserballspiel. Abends veranstaltete der Spornitzer Sportverein immer einen Tanz. Das Schwimmbad stand vormittags den Schülern im Rahmen des Sportunterrichts zur Verfügung. Nachmittags und abends stand das Schwimmbad für den öffentlichen Badebetrieb, gegen ein geringes Eintrittsgeld, zur Verfügung. Am 23.2.1957 fand der erste Karneval in Spornitz statt, für Sportler eine neue Veranstaltungsart, die auch im Bezirk nur vereinzelt anzutreffend war. Und so veranstaltete der BSG jedes Jahr ein oder zwei Veranstaltungen. Der Karnevalverein hat sich bis heute noch gehalten, und erreicht jedes Jahr wieder neue Rekordzahlen bei den Zuschauern. Zu den Veranstaltungen am 1. Mai 1969 hatten die Sportler eine 100 m Laufbahn auf dem Sportplatz in Spornitz errichtet für die "Woche der Jugend und der Sportler". Am 10.11.1973 wurde auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben, dass die Sportgemeinschaft damals bereits 426 Mitglieder hatte, 211 davon waren Schüler.

 

Zu diesem Zeitpunkt war jeder dritte Spornitzer sportlich aktiv und organisiert.

FUSSBALL IN SPORNITZ

Da den Fußballinteressierten im Turnverein keine Gelegenheit zur Ausübung des Ballspieles gegeben war, bildeten sie 1923 einen eigenen Fußballverein. Der Sportverein Spornitz (SVS).

 

Die Gründungsmitglieder bzw. zu dessen Vorstand gehörten: Georg Löffert, Ernst Wagner und Hans Seier. Das erste Fußballspiel findet 1923 in Spornitz statt.

 

Die Mannschaft besteht aus den Spielern: Walter Hinz, Friedrich Freitag, Gustaf Bobzin, Albert Zapel, Georg Sander, August Bergmann, Otto Michaelis, Karl Schröder, Albert Neick, Ehlers, Bruno Spoden, Johann Prill, Willi Rogmann, Richard Hinz und Karl Soltmann. 1933/34 wird der Sportplatz am Godemser Weg erschaffen, wo ab sofort die Spiele des SVS ausgetragen werden.

 

Im September 1948 beginnen die ersten Kreismeisterschaften nach dem Krieg, wo die Spornitzer mit ihren Leistungen sehr überragten. In den nachkommenden Jahren wird weiter gespielt und in Spornitz waren alle Fußballvereine voll besetzt.

 

Es ist den damaligen BSG Vorsitzenden Hans Esch zu verdanken, dass er als damaliger Lehrer an der Schule in Spornitz verstanden hat, alle Talente insbesondere für den Fußballsport zu begeistern, in den Nachwuchsmannschaften auszubilden und zu den sportlichen Erfolgen zu führen. Ganz besonders hatte unser Sportfreud Hans Esch den Frauenfußball in sein Herz geschlossen. Aufgrund seiner maßgeblichen Initiative fand am 30.04.1972 das erste Frauenfußballspiel in Spornitz statt. Zwei Spornitzer Mannschaften zu je sechs Spielerinnen standen sich gegenüber. 1973 nahm die Frauenfußballmannschaft bei der Bezirksmeisterschaft im Hallenfußball in Schwerin teil und erreichte einen hervorragenden 2. Platz.

 

Die Frauenfußballmannschaft des neu organisierten SV Spornitz 09 nahm Anfang des Jahres 1990 an einem Frauenfußballturnier in Ratzeburg teil. So kam es auch, dass erste Kontakte zum SV Steinhorst geknüpft worden sind. Es kam in der Folgezeit zu herzlichen Kontakten und gegenseitigen Besuchen, diese Freundschaft währt bis heute noch. 1993 feierten die Frauen des SV Spornitz 09 einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte, sie wurden Landesmeister und stiegen in die Verbandsliga auf.

 

1993 kam es dann schließlich zur Fusionierung mit dem Sportverein aus Dütschow.

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